Dienstag, 30. August 2016

Nordland Tour 2016 - 37. Tag

Nach einer etwas regnerischen Nacht, ist der Himmel am Morgen schon wieder freundlicher. Laut Wettervorhersage soll es am Nachmittag wieder Sonnenschein geben - mal sehen.
Gut gefrühstückt, geht es heute auf "Abschiedstour" vom "Saimaa". 

Auf der 408 geht es weiter nach Süden durch Bauernland mit roten Häusern, Kühen auf der Wiese und Felseninseln im See - einfach nur schön!! Über einen Damm rollen wir dann am südlichen Ende des See in die Stadt "Lappeenranta" (schwedisch Villmanstrand). 1649 gründete die schwedische Königin Christina auf der Landzunge im "Saimaasee" die Stadt. Zu Beginn des 18. Jh. erbauten die Schweden hier eine Festungsanlage und machten "Lappeenranta" zur Garnisonsstadt. Aufstände des Adels endeten schließlich in einem verheerenden Brand. Am Ende des 18. Jh., als Finnland russisches Großfürstentum war, baute die Stadt ihre Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt im Handelsverkehr mit Russland aus. Die Bedeutung nahm zu, als 1968 der 42 km lange Saimaakanal wieder eröffnet wurde und nun der Weg durch russisches Territorium in die Ostsee frei war. Spätestens seit Beginn des 19. Jh. machte sich die Stadt aber auch einen namen als Kur- und Badeort.


Die historische Altstadt "Liooitus" aus dem 18. Jh. ist sehr gut erhalten - Museen, Kirchen und herrliche alte Holzhäuser in der alten Festungsstadt.



Die der Jungfrau Maria gewidmete Orthodoxe Kirche ist die älteste orthodoxe Kirche Finnlands.

















Eine besondere Sehenswürdigkeit sind die Sandburgen in "Lappeenranta".




















Immer an der russischen Grenze entlang ging es dann weiter bis "Hamina".  Hier war allerdings schon Herbst eingekehrt und alles sehr ruhig. Am Marktplatz, mit Kirche und Rathaus, vorbei, haben wir uns noch die alte Festung angeschaut, wo im Sommer immer Konzerte stattfinden.








Auf dem "Kungsvägen" oder der "Königsstraße" (der alten Handelsroute von Norwegen bis ins Baltikum) ging es dann weiter Richtung "Kotka". Kurz vor unserem Tagesziel biegen wir aber ab zu der "Kaiserlichen Fischerhütte Langinkoski". Durch ein verziertes Holztor geht man hinunter zu den Stromschnellen des ehemals lachsreichen "Kymijoki" Fluss. "Zar Alexander III." hatte sich hier eine prächtige Jagdhütte bauen lassen, wo er sich mit seiner Familie beim Lachsfang erholte. In der Jagdhütte, die heute ein Museum ist, sind die Salons der Zarenfamilie im Originalzustand zu sehen. Der größte Lachs übrigens, der hier gefangen wurde, wog beachtliche 35,6 Kilo!!























Dann wurde es Zeit zu unserem Tagesziel zu fahren. Der Badeplatz in Kotka lag direkt am Badestrand am Meer und nur wenige Minuten zu Fuß von der Innenstadt. Nach einem kurzen Einkauf und Stadtspaziergang, haben wir am Abend die Ruhe und das herrliche Wetter (der Wetterbericht hatte recht!!) genossen.
























   




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