Montag, 29. August 2016

Nordland Tour 2016 - 36. Tag

Nach einer ruhigen und guten Nacht haben wir in aller Ruhe und bei herrlichem Wetter gefrühstückt. Als wir dann los fuhren, ahnten wir noch nicht, welch weitere schöner Tag mit außergewöhnlichen Eindrücken auf uns wartete - denn die Landschaft des "Saimaa" ist in seiner Art einzigartig. 

Diese Landschaft zeigt eindrucksvoll, weshalb Finnland den Beinamen "Land der tausend Seen" hat. Dieser so typisch finnische Landschaftscharakter entwickelte sich vor 6000 Jahren, als kilometerdicke Eisschichten während der Eiszeit diese Erde bedeckten. Nach der Eisschmelze überspülte nachdrängendes Meerwasser das Land. Nach der Entlastung von den Eismassen hob sich das Terrain und nur die Mulden, die heutigen Seen blieben gefüllt zurück.    
 
Über eine enge 6 km lange Landbrücke, den "Landkamm Punkaharju", führt uns der Weg über diesen sehr schmalen und manchmal nur straßenbreiten Höhenrücken erhöht über dem See durch diese Landschaft. Diese schmale Landbrücke war für Reisende schon immer ein beliebtes Ziel. Schon Zar Alexander I war von dieser Landschaft so begeistert, dass er verfügte, dass auf dem "Landkamm Punkaharju" keine Bäume gefällt werden dürften. Manche bezeichnen Punkaharju auch als die Wiege des finnischen Tourismus.







Nun kommen wir der russischen Grenze auf Steinwurf nah. Den Grenzturm vor Augen und die Grenzpfähle im Wasser verkneifen wir uns aber einen Besuch!!!!



Aber nicht verkneifen konnten wir uns einen Besuch der russischen Fischgeschäfte am Grenzparkplatz - gut so, denn die Fischsuppe war sehr gut!! Dann geht es aber weiter auf der Rundreise um den größten finnischen See, den "Saimaa". Wir machen zuerst einen kurzen Abstecher nach "Ruokolathi" und besichtigen hier gut erhaltene historische Gotteshäuser. Besonders schön ist der achteckige hölzernen Glockenturm mit Schindeldach aus dem Jahr 1752. Und wieder - ja wieder sehr gepflegte Soldatengräber - überall begegnen wir diesem Respekt vor den gefallenen Soldaten. Eine Studentin in der Kirche erklärt uns, dass in den finnischen Städten extra Beauftragte für die Pflege und Anlage der Soldatengräber berufen werden - alle Achtung!!
 






  









Dann kommen wir in die kleine Stadt "Puumala", das "Gibraltar vom Saimaa" und fahren über die stolze Brücke in den kleinen Hafen. 


Und jetzt kommt das echte "Saimaa-Gefühl": auf herrlichen Straßen über den See, durch malerische Felsenlandschaften und immer wieder durch den Wald - man könnte alle 2 Minuten anhalten und ein Foto machen.











Ach ja - habe ich ja fast vergessen: ich habe noch nie in meinem langen Autofahrerleben so viele Blitzer gesehen. An fast jeder Straßenkreuzung, ob Feldweg oder Staatsstraße, alle paar Kilometer stehen sie - unglaublich!!

Dann finden wir mitten in der Seelandschaft auf einem Rastplatz direkt am See einen schönen Stellplatz. Auch wenn das Wetter am Abend schlechter geworden ist, so genießen wir trotzdem das gute Essen bei schöner Aussicht auf den See.
 





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