Dienstag, 20. September 2016

Nordland Tour 2016 - 58. Tag

Heute ging es weiter Richtung Süden. Da wir soviel Gutes vom Stellplatz in "Stemwede" gehört hatten, war das unser heutiges Tagesziel!! 


Kein Zweifel, bei diesem Stellplatz waren Fachleute am Werk.
Genau 36 befestigte, ebene und gut beleuchtete Parzellen verteilen sich auf dem großzügig angelegten Gelände. Jede Parzelle besitzt ihre eigene Grünfläche im Komfort-Format 6 x 12 Meter, ein separater Servicebereich mit Ver- und Entsorgungsstation sowie Bodeneinlass vor der Einfahrt,  jede Parzelle mit einem Stromanschluss - die Stromversorgung ist in der Übernachtungsgebühr inbegriffen- je zwei Toiletten und je zwei Duschen für Damen und Herren im Sanitärbereich, Waschmaschine und Wäschetrockner sowie ein großer Grillplatz runden die gute Ausstattung ab. In unmittelbarer Nähe ist die Rila-Feinkostwelt mit 1000 Produkten aus aller Welt und die Erlebnisgastronomie Rila mit ihren gastronomischen Angeboten im Panorama-Restaurant Rotondo, in der Tapas-Bar Cafayate  oder in der Taverne Asteraki Moy.











Nach einem kleinen Einkauf in der Rila-Welt waren wir mit griechischen Leckereien versorgt und konnten den herrlichen Abend bei gutem Essen und guten Getränken so richtig genießen!!

Montag, 19. September 2016

Nordland Tour 2016 - 57. Tag

Auf ganz besonderen Wunsch von Trudi sind wir heute für zwei Tage nach Hamburg gefahren.

Und ob man es glaubt oder nicht: wir hatten wieder tolles Wetter. Der Wohhnmobilhafen in Hamburg ist zwar etwas laut, aber er hat einen unschätzbaren Vorteil: er liegt sehr zentrumsnah - 5 Minuten bis zur U-Bahn Station und wenn man gut zu Fuß ist - 30 Minuten herrlicher Spaziergang bis zur Binnenalster!!


Wir haben uns natürlich bei diesem herrlichen Wetter für den Fußweg entschieden
 - und das war gut so!!

Nach dem zwar schönen aber auch "anstrengenden" Spaziergang, brauchten wir dann aber zuerst eine richtig gute Curry Wurst - wir hatten ja schließlich schon unseren Sport hinter uns!!


Weiter ging es durch die herrlichen Fußgängerzonen bis zur Binnenalster und dann natürlich direkt hinein in die Hansa Passage!!!!





Hier am "Hummerstand" habe ich schon bei meinem ersten Hamburg Besuch 1982 gesessen und leckeren Fisch gegessen und guten Wein getrunken!!!



Und auch heute haben wir uns mit einem Glas Chablis, leckeren Garnelen und Flusskrebsen so richtig verwöhnen lassen!!




Das hat gut getan - und war sehr, sehr lecker!! Natürlich mussten wir auch noch dem Hafen einen kleinen Besuch abstatten, denn hier spüren wir wieder so richtig unser Fernweh!! 




...und die "Rickmer Rickmers" liegt auch noch majestätisch da!!



Ein herrlicher Tag, den wir dann am Schluss natürlich auch noch mit einem "kleinen"
Einkaufsbummel durch die herrlichen Passagen abschließen mussten!!

Sonntag, 18. September 2016

Nordland Tour 2016 - 56. Tag

Heute heißt es wieder Abschied nehmen von unseren lieben Freunden aus Siegum.
Nach diesen schönen und erlebnisreichen Tagen steht allerdings fest: wir kommen wieder!!
Unsere heutige Tagestour führt uns an der Ostseeküste und der Schlei entlang bis nach Eckernförde.

Im Laufe des Tages wurde das Wetter zwar etwas schlechter, aber das war kein großes Problem, da der Wohnmobil Stellplatz in Eckernförde einfach nur Spitze ist und das Städtchen auch bei schlechterem Wetter zum bummeln einlädt.



In der Stadt war doch viel los, obwohl die Urlaubssaison ja schon vorbei war. Nach ein paar kleinen Einkäufen und einer guten Tasse Kaffee, sind wir in aller Ruhe zurück auf den Stellplatz, haben noch im nahen Baumarkt eine neue Gasflasche gekauft und dann den Abend im Wohnmobil bei einem guten Glas Wein und etwas Süßem genossen.  

Samstag, 17. September 2016

Nordland Tour 2016 - 55. Tag

Herrliches Wetter heute Morgen - also mit Axel Semmel (sorry - hier in Südschweden heißt das ja Brötchen!!) und kurz noch zum Metzger leckere Wurst einkaufen und dann draußen frühstücken!! Kann ein Tag schöner beginnen?? Und dann kamen auch noch zwei weitere liebe Freunde, Delia und Andi, und schon hieß es: Frühstück genießen!!

Das gute Frühstück war auch notwendig, denn heute lag ein langer Tag vor uns. Wir sollten Schleswig-Holstein nicht nur auf einer schönen Tour ein wenig besser kennen lernen, sondern natürlich auch ein bisschen über seine Geschichte erfahren - später Geschichtsunterricht!!


Historisch gesehen besteht das heutige Schleswig-Holstein aus dem südlichen Teil des Herzogtums Schleswig, der Hansestadt Lübeck sowie den beiden Herzogtümern Holstein und Lauenburg. Die Flüsse Eider und Levensau markierten die Grenze zwischen den Herzogtümern Schleswig und Holstein und waren bis 1806 bzw. 1864 (Deutsch-Dänischer Krieg) auch die Nordgrenze des Heiligen Römischen Reiches bzw. des Deutschen Bundes. Nachdem aus den beiden Herzogtümern Schleswig und Holstein die preußische Provinz Schleswig-Holstein gebildet worden war, wurde 1876 das Herzogtum Lauenburg als Landkreis angegliedert. Mit dem „Gesetz über Groß-Hamburg und andere "Gebietsbereinigungen“ (Groß-Hamburg-Gesetz) fielen 1937 der Landesteil Lübeck (Kreis Eutin) des Freistaats Oldenburg, die Hansestadt Lübeck und die vormals Hamburger Exklaven Geesthacht, Großhansdorf und Schmalenbeck an Schleswig-Holstein. Im Tausch dafür gingen die holsteinischen Städte Altona (bis dahin größte Stadt des Landes) und Wandsbek sowie mehrere Landgemeinden, darunter Blankenese, an Hamburg.
Unsere Tour sollte uns heute dieses herrliche Land noch ein bisschen näher bringen!!.

Zuerst fahren wir durch die Landschaft „Angeln“ zwischen der Flensburger Förde und der Schlei. Vor allem im 5. und 6. Jahrhundert wanderten viele Angeln zusammen mit den ebenfalls aus Norddeutschland stammenden Sachsen ins heutige „England“ aus, wo sie in den östlichen Gebieten siedelten - Angeln und Sachsen werden zu „Angelsachsen“.
Mitten im „Angeln – Land“ war dann auch unsere erste "Verpflegungsstation" 
 das "Gasthaus Tante Anne“.

 Der Name „Gasthaus Tante Anne“ entstand in Erinnerung an „Tante Anne“, die das Haus bis zu Ihrem 98sten Lebensjahr als urige, über Landesgrenzen hinweg bekannte Gastwirtschaft "Landkrug" betrieb.  Tante Anne ist eine Art Institution oder besser noch ein Vermächtnis aus der guten alten Angeln Zeit – heute sagt man dazu "Langsamzeit". Hier mitten in Angeln knüpft das Haus an das an, was einen "Landkrug" von früher ausgemacht hat: leckere Torten, frisch aufgesetzter Kaffee oder ein gutes Bier. Tante Anne war die "Krügerin", man konnte hier immer ein Bier erhalten oder ein Kännchen Kaffee bestellen, ausspannen und klönen, mit den anderen Gästen aus der Nachbarschaft oder mit Tante Anne. Der Kern dessen, was einen Krug ausmacht, die Begriffe Langsamzeit, Innehalten, Gelassenheit und Zusammensein beschreiben punkt genau, was hier jetzt wieder zu finden ist. Geschmackvoll eingerichtet und jeden Tag frische , selbst gebackene Kuchen!!
 Dieser herrliche Spruch brachte "Tante Anne" ein wenig Stress mit der örtlichen Pfarrerin ein!!






Genau: Ruhe, Zufriedenheit, Langsamkeit und Glück!!


Das war zwar schon viel Geschichte am frühen Tag, aber für den sehr guten Kuchen und den besonders leckeren Kaffee hat sich das auf jeden Fall gelohnt!! 

Nach der Stärkung geht es weiter bis in das Dorf "Ulsnis" an der Schlei. Der Legende nach lebte dort, wo heute das Dorf "Ulsnis" liegt, einst ein mächtiger Riese, den man wegen seines Alters den "Alten" nannte.  Er hatte einen Sohn, der inzwischen sogar größer und stärker war als er. Um von seinem Vater unabhängig zu sein, watete er durch die Schlei und zog in die Gegend von "Rieseby". Ihre andauernden Streitereien trugen sie mit lauten Beschimpfungen und gelegentlichem Bewerfen mit Findlingen aus. Kirchen erbauen und Kirchen zerstören waren zu jener heidnischen Zeit nicht untypisch, man kann vermuten, sogar ein Riesenspass. Als der "Alte" eine Kirche baute, blieb das dem Sohn nicht verborgen und dieser begann, eine größere Kirche zu bauen. Der nächste Krach war unvermeidlich, und ein Hagel von größten Feldsteinen setzte über die Schlei in beide Richtungen ein. Ihre Wut und Raserei wurde so riesenhaft, dass sie mit den Steinen nicht nur die Kirchtürme zerstörten sondern sich auch gegenseitig tödliche Wunden zufügten. Der "Alte" fiel dabei mit Wucht zu Boden und schlug mit seinem Kopf in die Schlei, dort wo jetzt die Halbinsel „Nes“ am Gunnebyer Noor liegt. Nach dem "Alten", „Ools-Nes“, nannte man den Ort „Ulsnis“. Den Ort des Sohnes auf der anderen Seite nannte man „Rieseby“



Axel und Andi waren sich nicht sicher, ob die Geschichte wirklich wahr ist!!

Unsere Tour ging nun weiter bis an die Schlei nach "Arnis". "Arnis" (dänisch: Arnæs) ist mit rund 300 Einwohnern die nach der Einwohnerzahl und mit 0,45 km² auch die nach der Fläche kleinste Stadt Deutschlands. Sie befindet auf einer Halbinsel in der Schlei, an deren Nordzipfel, dem sogenannten "Aar", wurden Steingeräte und Feuersteinabschläge aus der Jungsteinzeit (ca. 4300–2300 v. Chr.) gefunden. Urkundlich erwähnt wurde der Ort zum ersten Mal 1472 in einer „Dingeswinde“ (einem gerichtlichen Attest) der "Schliesharde" (Vogtei „Schleiharde“) als „Arnytze“. Dieser Name leitet sich vom altdänischen „ari“ für „Adler“ und dem dänischen „næs“ für „Nase“ ab und bedeutet demnach „Landvorsprung, wo Adler sind“.
Hier an der Schlei machen wir einen wunderbaren Spaziergang - Ruhe pur!!

 Antje und Axel's Bank - hier werden Erinnerungen wach!!




Am Ende des Fußweges haben wir einen herrlichen Blick auf die Schleimündung und die "Lindaunisbrücke". Die "Lindaunisbrücke" ist eine Klappbrücke, die die Schlei, an einer ihrer schmalsten Stellen überquert. Die Brücke verbindet die beiden Halbinseln "Schwansen" und "Angeln". Die Brücke wurde am 17. Juli 1927 mit Kettenantrieb für den Verkehr freigegeben und besteht zum Teil aus Stahlfachwerk, zum anderen Teil aus einer Klappbrücke. 1975 wurde der Antrieb auf Hydraulik umgebaut. Die Besonderheit dieser Brücke ist die wechselseitige Benutzung durch die im Stundentakt verkehrende Regionalbahn und den Straßenverkehr. Außerdem wird der aufklappbare Teil tagsüber einmal pro Stunde um viertel vor geöffnet, um Schiffe durchzulassen.


Hier in der Nähe finden wir auch das "Cafe Lindauhof", vielen bekannt aus der Fernsehserie  „Der Landarzt“. Die Atmosphäre des Drehortes ist immer noch überall spür- und auf Bildern sichtbar.






Dann wurde es aber wirklich Zeit - wir hatten Hunger!! Also auf gehts zur Fischräucherei und Gasstätte "Fisch Klause".



Diesen wunderbaren und sehr lehrreichen Tag schließen wir dann mit einem kleinen Absacker im "Axelhof" ab - Harleluja, das war ein toller Tag. Vielen Dank an Antje und Axel!!